Yes, we cut.



Nein, nicht Haareschneiden, sondern Street Style selber bauen. Wenn man so möchte, haben die Macher des gerade gelaunchten „Cut – Leute machen Kleider“ Magazins die Bedienungsanleitung geschaffen, um zum beliebten Linsenobjekt für all die Streetstyle-Fotografen-Hasen in Deutschlands, sagen wir mal “größeren Städtchen”, zu mutieren.
Die Cut Redaktion surft dabei auf der aktuellen Welle der Style-Individualisten und macht aus Rezession eine Business Opportunity. Das Mantra „In these hard times – dress up. Do it yourself!“, gehört bei Vivienne Westwood, wird in ein schickes Print Outfit gepackt. Das Ergebnis ist mehr aufwändig gestaltes Buch als Zeitschrift und sowohl visuell als auch taktil ein durchaus angenehmes Erlebnis.

credit: Cut Magazine
Was dahinter steht, ist laut den Machern der independent Medien-Design das Herzblut eines Redaktions-Teams, das sich auf die Fahne geschrieben hat, Do-it-yourself-Fashion ganz groß zu machen. Für das “Wie” warten die beigelegten Schnittmuster auf die Schere, für die Inspiration gibt es Portraits über Stilmetropolen, Künstler und Designer. Das klingt verdammt nach dem hier in jünger und hipper:

credit: Burda Mode Mag
Und ist, zumindest auf den ersten Blick, die liebevolle, hand-made-Look Print-Version von Burda Style
Mein geheimer Verdacht, dass es sich bei Cut um einen Guerilla Aktion von Burda handelt, wurde dann aber von independent media design entkräftet. Umso mehr ist den Herzblut-Machern Glück zu wünschen, diesen fast Berlinesken Coup auch finanziell beflügelnd auf die Strassen Deutschlands zu bringen. Bei 7 Euro pro Ausgabe wird das sicherlich ein recht kreativer Weg werden.

Denke auch, dass das Magazin noch viel Erfolg haben wird mit den kommenden Ausgaben.
Mich selber hat es auch schon ziemlich überzeugt.
Ich bin so dankbar für die klaren Schnittmuster, nicht wie meistens das heillose Durcheinander von Linien, wo man erstmal rumraten darf, wie wo was zusammengehört.
Auch die einzelnen Artikel zu Designern und ihrer Einstellung, sowie Szene-Schauplätze (eben in der ersten Ausgabe Zürich) und dass sich das Magazin eben mit dem so ziemlich wichtigsten Modeort überhaupt befasst: Der Straße.